FADENZUG-FERNAUSLÖSER

Ein neues Konzept der Fernauslösung wurde mittels Fadenzug realisiert. Im Gegensatz zur pneumatischen Technik war hier eine zuverlässige Übertragung der Bewegung auch aus großer Entfernung einfach möglich. Weiterhin war ein Faden im Vergleich zu Gummiball und -schlauch nahezu unverwüstlich oder konnte einfach ersetzt werden.

Andererseits gab es mit Fernauslösungen über Fadenzug auch viele Nachteile, die dieses Konzept bereits Anfang der 20er Jahre weitgehend verschwinden ließ.

Zum einen bestehen die meisten Auslöser aus mehreren Teilen, deren Funktion sich nicht unbedingt erschließt. Mit diesen sollte durch ein leichtes Ziehen des Fadens der Kamera­verschluss ausgelöst werden, möglichst ohne gleich dabei die ganze Kamera umzureißen. Zum anderen erhält man eine Aufnahme, die den Auslöse­faden meist in aller Deutlichkeit zeigt.

 

1905: KARL HEYN FERNKNIPSER 'HURRA'

um 1910: 'HAMERA-FERNAUSLÖSER'


1914: LOUIS LANG 'FOCO'

Emil Wünsche Nachf. Louis Lang, Dresden

1915 (oder älter): 'HAJNO'


191x: HASTINGS 'RITE-MOMENT' SELF SNAPPER

London

1920 'FAUTO' FERNAUSLÖSER

Fauto-Gesellschaft Gebr. Tellmann, Berlin

1928: MORTIMER BATTEN 'DISTOLEASE'

H. Mortimer Batten in Tighnadarroch bei Edinburgh bringt unter dem Namen „Distolease" einen Fernauslöser in den Handel und zwar für Sektoren- und für Schlitzverschlüsse, der in einer Entfernung bis zu 300 Yards betätigt werden kann. Diese Vorrichtung ist besonders für die Tierphotographie oder auch für Gruppenaufnahmen in freier Landschaft, wo der Photograph selbst in das Bild kommen will, von Vorteil („Brit. Journ. of Phot." 1928, S. 655).

1935: LEITZ 'OOFRC'

Fernauslöser und Aufzug, der mittels zweier Schnurzüge betätigt wird.

letzte Änderung: 13.01.14